March – Urkunde über die Landesgrenze Uri-Graubünden

Nachdem seit 1836 die Vermarchung der Landesgrenze keiner Revision unterworfen worden, so wurde auf Vorschlag des Kleinen Rates des Kantons Graubünden und im Einvernehmen des Regierungsrates des Kantons Uri eine Erneuerung vorgenommen.

Die endesunterzeichnete Kommission hat sodann an Hand des Marchinstrumentes vom Jahre 1836/37 die Grenzlinie in folgender Weise bereinigt und im gegenseitigem freundschaftichem Einverständniss festgestellt.

Zur Vermarchung wurden auch beigezogen:

Von der Korporatiom Ursern Hr. Vizepräsident Casimir Nager
  Hr. Korporationsrat Adelrich Meyer
von Graubünden: Herr Ingenieur Peterelli
vom Kreisgericht Disentis: Herr Gerichtspräsident Jakob Condrau
von der Gemeinde Tavetsch: Herr Gemeindepräsident Johann Anton Soliva
Herr Thomas Berther, Gemeinderat

1. Auf dem links ob der nach Tschamut führenden Landstrasse liegenden grossen Stein war nur noch ein genen Süden schauendes kleines + sichtbar. Dieser Grenzstein wird als solcher bestätigt, das March + erneuert und die Buchstaben C U und C G nebst der Jahreszahl 1891 neu eingegraben. Unmittelbar ob diesen Stein steht noch ein zweiter Grenzstein mit den Worten „Uri-Graubünden“ und der Jahreszahl 1837.

2. Von da an wurde die Grenze gegen den Pazzolastock gegangen. Das im früheren Marchinstrument etwelche Klafter herwärts einem Gipfel befindliche Marchkreuz konnte nicht aufgefunden werden. Gleichwohl wird die Grenbeschreibung vom Jahre 1836/37 neuerdings genehmigt, indem solche auch mit der Grenzlinie auf der eidg. topographischen Karte 1:50'000 übereinstimmt.

3. Bei Begehung der nach Norden führenden Grenze wurde das zweite Marchkreuz auf einem im sog. Bühl befindlichen aufrecht stehenden Stein aufgefunden und erneuert.

4. Die dritte March in einer Tiefe nächst dem Bach konnte nicht mehr gefunden werden, indem die mit + versehene Platte vom Bach entweder überschüttet oder sonst entfernt wurde. Als Ersatz wurde sodann in einem ungefähr 200 m. vom zweiten Marchstein und etwa 30 m. unter der neuen zur Calmot Befestigung führenden Strasse am rechten Ufer des Baches liegenden felsblock U+G neu eingehauen.

5. Beim vierten Grenzpunkt auf dem sogennanten bergli lagen zwei bahauene mit dem Namen Uri und Graubünden versehenen Marchsteine am Boden. Dieselben wurden in Winkelform aufgestellt und zeigen die Richtung an nach der dritten und fünften Marchstelle.

6. Von da in gerader Richtung zur Bergspitze hinauf wurde auf einem etwas links unter dem Gipfel liegenden nach vorn senkrecht adfallenden, breiten, glatten Felskopf dsas fünfte March+ aufgefunden, erneuert und durch die Jahreszahl 1891 ergänzt.

Altdorf und Chur den 13. Juli 1891
Sig. Pr. Peterelli R.R
Joh. Furrer R.R.
J. Zieri, Landschreiber

Der Regierungsrat beschliesst:
Es sei der vorstehenden March-Urkunde die Genehmigung erteilt.
Names Landammann und Regierungsrat des Kantons Uri
der Landammann C. Müller
der Landschreiber Lauener
Altdorf den 2. April 1892

Der Kleine Rat beschliesst
Es sei der vorstehenden March-Urkunde die Genehmigung erteilt.
Namens des Kl. Rates des Kantons Graubünden
Der Präsident, sig. And. Walser
Der Kanzleidir. C. Fient
Chur, den 2. April 1892


Documents
Document da 1891 (sco sura) copia cun maschina
Brev dil Cussegl Pign dils 26 da mars 1891
Brev dil Cussegl Pign dils 20 da fevrer 1891 (transcripziun da quella)


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